Mount Meander

Konzert & Film: Mount Meander und "Milford Graves Full Mantis"

Mittwoch, 6. Februar, 19:30 Uhr, Kino Traumstern


MOUNT MEANDER ist ein internationales Musikerkollektiv, das mit intuitiver, freier Improvisation arbeitet. In ihren Improvisationen schöpfen sie aus der Gesamtheit ihrer Lebenserfahrung und ihren musikalischen Einflüssen. Dabei bewegen sie sich an der Grenze zwischen Avantgarde, Jazz, Weltmusik oder Pop und Rock. Es geht Ihnen nicht um Genres und Konzepte sondern vielmehr um Einheit, Gleichheit, Vertrauen und darum, einen gemeinsamen Raum für sich und das Publikum zu erschaffen. Die vier Musiker spielen, um alle Hindernisse zwischen Ihnen und ihren Zuhörern zu durchdringen, mit einer offenen Einladung sich von ihrer musikalischen Welt inspirieren zu lassen. Ihr Album „Mount Meander“ erschien 2016 bei „Cleanfeed Records“.

MILFORD GRAVES FULL MANTIS
Die Deutschlandpremiere im Zeughauskino, Berlin im Oktober 2018 wurde so angekündigt: „Für den Wegbereiter des Free Jazz Milford Graves, der die Perkussion aus ihrer Rolle als bloße Taktgeberin zu befreien half, ist Musik weit mehr als ein Hörerlebnis. Sie berührt Physik, Chemie, Biologie, ja sogar Kosmologie. Jake Meginskys musikalisches Künstlerportrait führt auf Augenhöhe durch das vielschichtige Universum seines langjährigen Mentors.

Schauplätze sind Graves „Weltgarten“ mit Pflanzen aus aller Welt, sein mit afrikanischen Masken, ägyptischen Statuen und anatomischen Modellen vollgestopftes Haus, sein Kampfkunststudio und schließlich sein Kellerlabor, wo er den menschlichen Herzschlag und dessen komplexe Beziehung zu Rhythmen erforscht – einen Steinwurf entfernt von den tristen Wohnblöcken seiner Kindheit im New Yorker Stadtteil Queens.

Meginskys Film ist Jazz in Bildern: Alles wird Rhythmus - Spinnennetze und Gräser im Wind, U-Bahnen auf ihren stählernen Stelzen, tieffliegende Flugzeuge, nicht zuletzt die hypnotische Sprechmelodie von Graves selbst. In den mitunter verblüffenden Bildfindungen, den präzisen Einblicken in Graves Kreativwerkstatt, den fließenden Wechseln zwischen Zeitebenen und den teils unveröffentlichten Konzertaufnahmen verschmelzen die Kunst und Graves’ Künstlerleben wie Rhythmus und Melodie in einer Komposition. Der Film dringt so zu den Wurzeln einer hochentwickelten Kunstform vor, die aus dem Zusammenprall afrikanischer Tradition und afroamerikanischer Erfahrung entstand.

Eintritt: 16 Euro, erm. 14 Euro
Veranstalter: Kino Traumstern/künstLich e.V.

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