Ernst-Otto Finger

„Die wilden Männer von Lich“ - Eine Stadtführung in Bildern

von und mit Ernst-Otto Finger

Freitag, 6. März, 19:00 Uhr, Rathaus Lich (Sitzungssaal)


Wilde Männer, Alsfelder Strebe, Fuß- und Kopfband mit und ohne Brustriegel, Schwerter und Rähm, Fränkische Zimmerleute, Napoleonische Soldaten und Solmser Fürsten – mein lieber Schwan, was es in Lich alles gibt, schrieb einst Debra Wisker.

Eine besondere Stadtführung in Bildern von Ernst Otto Finger zu den 34 bautechnisch und geschichtlich interessantesten Licher Fachwerkhäuser. Und, Luther übernachtete wohl doch in Lich ! Zu Zeiten Napoleons weilten auch seine Soldaten 1798 in Lich. Da sie die Straßennamen nicht lesen konnten, wurden seinerzeit die Häuser einfach durchnummeriert. An drei Häusern kann man die Nummern noch heute sehen. Wie kam es zu der regen Bautätigkeit ausgerechnet im 30-jährigen Krieg in Lich ?

Kommen wir zu den „wilden Männern“, eine Fachwerkfigur die so aussieht als hätte sie Arme, Beine, Füße und einen Kopf. Der Baustil, welchen man an Lichs Fachwerkhäusern oft sieht, ist von fränkischen Zimmerleuten erstellt worden. Wie kam das Fränkische Fachwerk nach Lich ? Zimmerleute auf Wanderschaft ! – sie gehen dahin wo es Arbeit gibt. Besonderheiten wie der „Wilde Mann“ der „Fränkische Mann“ die „Alsfelder Strebe“ und den „Eckhängepfosten“ gibt es an Licher Fachwerkhäusern. Ihr Wissen und Können brachten die Zimmerleute aus Franken einfach mit nach Lich.

„Eckhängepfosten“: da hängt der Balken von oben ab, statt von unten die Zwischendecke zu stützen. Woher kommt das „Geschoss“ – die „Hohe Kante“ oder das „Schlitzohr“ ? In Lich gibt es das 8.-älteste Fachwerkhaus Hessens von 1420/1424. Kulturdenkmal schon seit 1931,
die Unterstadt 3 – 5, mittlerweile mit mehreren Denkmalplaketten ausgezeichnet.

In seinem ca. einstündigen PowerPoint-Vortrag durch die Altstadt von Lich, mit den Balkeninschriften und kleinen Anekdoten wird es Ernst Otto Finger anschaulich gelingen, die Bedeutung der Fachwerkegebäude in der Licher Altstadt zu vermitteln.

Eintritt frei
Veranstalter: Heimatkundlicher Arbeitskreis